Der historische Musikinstrumentenbau zeigt sich im Laufe der Jahrhunderte als Freiraum für
Erfindungen von Installationen und Maschinen zur Klangerzeugung. Vielfältig sind
bespielsweise die eingereichten Patentgesuche zur mechanischen Erzeugung von Tönen,
eines Klangs oder Geräuschen. Fast immer spielt das Wissen um Physik und Mathematik,
ebenso das kreative Schaffen, ein grosser Spieltrieb und nicht zuletzt der Zufall eine
grosse Rolle in der Erfindung und Entwicklung eines Musikinstruments.
Die Geschichte des Instrumentenbaus im Laufe der Jahrhunderte besteht aus unzähligen
Verbesserungen und Neuerfindungen von Musikinstrumenten oder Teilen derselben.
Mit jedem Konzept zur Restaurierung oder des Neubaus eines Musikinstruments wiederholt
sich ein Teil der Geschichte der entsprechenden "Musikmaschine". Ist nun das Instrument wieder
spielbar herzustellen oder dient es als museales Anschauungsobjekt ?
Wie weit sind altere und vorhergehende Arbeiten am Instrument zu dokumentieren und der
vorgefundene Zustand des Objekts zu erhalten ?
Soll das Instrument selbst als Zeuge seiner Geschichte dienen oder wird es als optimal
funktionierender Gebrauchsgegenstand benötigt und eingesetzt?
Ist es sinnvoll ein vorgefundenes Instrument neu nachzubauen um damit das Original als
Dokument zu erhalten und trotzdem die Funktionsweise und den Klang desselben zu reproduzieren?
Wie ist mit Rückschlägen und unvorhergesehenen Material-Situationen während oder nach
Restaurierungsarbeiten umzugehen? Sollen dieselben dokumentiert oder im Fach der Erinnerungen
abgelegt und mit der Zeit vergessen werden?
Wie soll das grosse Problem zur Materialbeschaffung behandelt werden?
Bis zu welchem Zeitaufwand sind Recherchen der Materialbeschaffung und der
Instrumentengeschichte sinnvoll?
Mit welchem Zeitaufwand sollen alte, früher verwendete Materialien und Bestandteile selbst
angefertigt werden und dokumentiert werden?
Diese Fragen bedeuten für mich vor oder während der Restaurierung oder dem Neubau eines
Instruments immer wieder von Neuem eine Herausforderung und eine interessante,
lehrreiche und spannende Zeit. Die dauernde Auseinandersetzung mit der Entstehungsgeschichte,
der Restaurierung oder dem Bau des entsprechenden Musikinstruments fordert mich zu einem
vielschichtigen Lern,-und Denkprozess.
Fortsetzung folgt!
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jeweiligen Instrumenten!
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Eigenbau Hammerflügel |
Tafelpiano Dieudonné |
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Neubau eines Cembalos: Giusti di Lucca 1681.
Originalinstrument im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg |
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Italienisches Cembalo, Eigenentwurf 1998, Länge 2,50 m |
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