Klavierbau Martin Vogelsanger » Werkstatt |
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Die gutausgerüstete, 200 m2-geräumige Klavierwerkstatt in der ehemaligen Feilenfabrik an der Hegistrasse 35b bedeutete für mich eine Wende in meinem Berufsleben. Ich habe den nötigen Platz gefunden, meine vielseitigen Interessen rund um Tasteninstrumente zu realisieren. An diesem Ort des Instrumentenbau-Handwerks bin ich in der glücklichen Lage, parallel an verschiedenen Tasteninstrumenten zu arbeiten. Sei es eine Auftragsreparatur eines Klaviers oder Flügels für einen Kunden, sei's die Restaurierung oder der Neubau eines Cembalos, oder eines historischen Hammerflügels oder Tafelklaviers, ich fühle mich in meiner Werkstatt als an einem Ort zum Verweilen, um meine Arbeit ohne Zeitdruck auszuführen. Ich halte mich an gelernte alte Handwerkstechniken des Instrumentenbaus und der Restaurierungstechnik um diese in meiner täglichen Arbeit anzuwenden. Während Praktika im Orgelbau konnte ich meine praktischen Kenntnisse pneumatischer Instrumente vertiefen. Mit dem intensiven Studium von Literatur zum Orgelbau habe ich mich in die Theorie des Orgelbaus eingearbeitet und diese faszinierenden Instrumente kennengelernt. Wegen der Grösse einer Kirchenorgel konzentriere ich mich jedoch bei der Arbeit mit pneumatischen Instrumenten auf Drehorgeln, Harmonien und Selbstspielklaviere. Kontakt und Einblick in die Arbeit der akademischen Restauratoren gewann ich seit 1985 anhand eines Praktikums am historischen Museum Wien. Ich konnte mir wissenschaftliche Dokumentationen über Restaurierung von Tasteninstrumenten erarbeiten und vertiefte mich in die Literatur und dem Studium zur Herstellung und Anwendung von Lacken und Oberflächen an der Österreichischen Nationalbibliothek. Die Alchemie des 18. Jahrhunderts (Kunckel von Löwenstern, Alchemist des Kurfürsten von Preussen) fand dabei mein besonderes Interesse. Zur selben Zeit beschäftigte ich mich mit Recherchen und der Dokumentation historischer Saitenfabrikation, sowie historischen Hammerflügeln und Tafelpianos. Update 2005: Ich freue mich,die lange erträumten Pläne zu realisieren: Nach erfolgreicher Aufnahmeprüfung HKB ( Hochschule der Künste Bern)- Fachklasse Restaurierung und Konservierung , habe ich im Juni die definitive Zusage für einen Studienplatz erhalten. So werde ich ab 24.Oktober 05 Student für drei Jahre in Bern. Mein Atelier in Winterthur werde ich behalten;nur meine Tätigkeit wird sich in Zukunft noch mehr spezialisieren in Sachen Restaurierung und Konservierung; Schwergewicht Tasteninstrumente. |
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